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Ich habe mich bisher in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Aber Schule ist doch etwas ganz anderes, oder?

Ja, das stimmt.

Mit Jugendlichen arbeiten, die freiwillig und in ihrer Freizeit in eine Gruppe kommen, mit Interesse und Engagement, das ist in der Tat etwas anderes als die Schule. Dasselbe gilt für die Mitarbeit im Kindergottesdienst oder in einer Kinder-AG.

Schule ist - realistisch gesehen - zunächst einmal eine gesellschaftliche Pflichtveranstaltung. In der Schule geht es vor allem darum, dass Schüler/innen sich Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen. Und Lehrer/innen sind dazu da, Schülerinnen und Schüler beim Lernen anzuleiten, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen. Nicht jeder, der sich in der lockeren Atmosphäre der Kinder- und Jugendarbeit wohl fühlt, wird automatisch auch ein guter Lehrer oder eine gute Lehrerin werden.

Dennoch: Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit kommen jeder Lehrerin, jedem Lehrer zugute. Lehrkräfte müssen wissen, womit sich Kinder und Jugendliche heute beschäftigen, was sie für wichtig in ihrem Leben halten, wovon sie träumen und wovor sie Angst haben. Diese Perspektive ist auch für den Unterricht unschätzbar und unverzichtbar. Und es gibt noch eine Überschneidung: Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Schule. Hier entwickeln sie sich, machen Erfahrungen - mit Unterrichtsgegenständen, mit anderen Schülern und anderen Schülerinnen, mit Lehrerinnen und Lehrern und mit sich selbst. Dieser Prozess, den sie durchlaufen, ist mindestens genauso wichtig wie alle Themen und Lehrbuchlektionen. Und an diesem Prozess sind Religionslehrer/innen besonders interessiert - genau wie Menschen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 15. August 2017 08:52