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Kann man sich im Studium und später als Religionslehrer/in Zweifel leisten?

Eine erste Antwort: Ohne Zweifel kein Glaube!

Im Neuen Testament begegnen Jesus Menschen, die von sich sagen: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben." Eigentlich eine unmögliche Aussage, oder? Man kann doch nicht gut beides gleichzeitig sagen, entweder man glaubt oder man glaubt nicht - möchte man einwenden. Aber so einfach ist die Sache nicht. Glauben heißt ja: ich verlasse mich auf . , ich traue jemandem . , ich bin fest überzeugt von . Und dabei schwingt immer die Frage mit: Ist dieser Jemand, ist dieses Gegenüber wirklich vertrauenswürdig? Erweist er sich als treu, auch wenn es hart auf hart geht, auch wenn ich in einer Sackgasse stecke?

Der Einzige, der diese Fragen authentisch beantworten kann, ist der, dem ich trauen möchte. Und deshalb wenden sich die Gesprächspartner Jesu auch an ihn und an niemand anderen.

Also: Zweifel gehören zum Glauben wie das Salz in die Suppe. Und für den Beruf "Religionslehrer/in" gilt: Wenn Lehrer/innen keine Zweifel zulassen, weder die eigenen noch die der Schülerinnen und Schüler, haben sie ihren Beruf verfehlt.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 15. August 2017 08:52