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Was fasziniert Studierende am Studium?

Wer Theologie studiert, lässt sich auf die Gottesfrage ein und muss damit rechnen, dass sie ihn ein Leben lang nicht loslässt. Und wenn man sich dieser Frage stellt, hat das erhebliche Konsequenzen: Denn dann gerät man - ob man will oder nicht - in einen Streit um die Wirklichkeit, der bis in Alltagsprobleme hineinreicht.

Wer bestimmt eigentlich über unser Leben?
Sind es die kleinen oder großen Götter der Gegenwart?
Sind es die vermeintlichen Sachzwänge?
Die angeblich unausweichlichen Tatsachen?
Bestimmt die wissenschaftliche Forschung, was wir tun dürfen?
Oder das globalisierte Kapital?
Verfügen wir über den Anfang und das Ende des Lebens?
Wer schützt die Würde des Menschen, auch wenn er nichts mehr leistet?
Gilt nur der etwas, der in unserer Gesellschaft nützlich ist?

Fragen über Fragen, die sich auftun, wenn man theologisch arbeitet. Und genau das ist das Faszinierende. Für das Studium der Theologie braucht man geistige Beweglichkeit, Aufgeschlossenheit, Bereitschaft, sich in Frage stellen zu lassen, Engagement. Theologie ist nichts für Leute, die schon alles wissen und sich ihren Glauben nur noch einmal bestätigen lassen wollen. Und auch nichts für solche, die sich schon mit 20 Jahren Gedanken über das Leben nach der Pensionierung machen.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 15. August 2017 08:52