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Was ist im Studium anders als in der Oberstufe?

Viele Studienanfänger/innen empfinden den Übergang von der Oberstufe zum Studium als deutlichen Bruch. Die vertraute Umgebung des Schulgebäudes wird mit einem eher unpersönlichen und zunächst unüberschaubaren Campus vertauscht, Tausende unbekannter Gesichter, nicht mehr die Nähe der gewohnten Lehrer/innen, neue Veranstaltungsformen, unbekannte Inhalte. All dies verunsichert fast jeden Studienanfänger. Sie werden schnell Kontakte knüpfen, Lehrende kennen lernen, sich mit den Bibliotheken vertraut machen. Aber die Arbeitsweisen, die nun von Ihnen verlangt werden - damit haben Sie Schwierigkeiten?

Sie fühlen sich auf die Analyse von Sachtexten nicht genügend von der Oberstufe vorbereitet? Das geht nicht nur Ihnen so. Umso wichtiger, dass Sie sich gleich zu Beginn des Studiums darum bemühen, solche Lücken zu schließen. Besuchen Sie eine Übung zur Textanalyse, wenn eine solche angeboten wird. Überlegen Sie gemeinsam mit anderen Anfängern/innen, ob Sie nicht einen Lehrenden um eine solche Einführung bitten können. Arbeiten Sie notfalls auch mit einigen anderen Studierenden privat; Sie können sich dabei gut an Anleitungen orientieren, die in Buchform vorliegen.

In der Oberstufe des Gymnasiums arbeitet man meist nur mit kleineren Textauszügen. Ganzschriften werden eher selten gelesen. Im Studium werden Sie aber von Anfang an mit der Aufgabe konfrontiert, Fachbücher durchzuarbeiten. Gehen Sie diesem Problem nicht aus dem Weg! Es ist für jede Anfängerin, für jeden Anfänger sehr zeitaufwendig und arbeitsreich, sich mit Hilfe eines Fremdwörterbuchs und eines theologischen Lexikons durch dicke Bücher hindurchzulesen. Und noch dazu den Aufriss des Buches, die Thesen und die wichtigsten Argumente und Schussfolgerungen des Verfassers auf Karteikarten zu exzerpieren und zu notieren. Aber der Arbeitseinsatz lohnt sich. Es geht mit jedem Buch besser und Sie werden bald merken, wie Ihr Fundus an Kenntnissen und Einblicken in Zusammenhänge wächst.

Und dann sitzen Sie mit anderen Studierenden in Vorlesungen und Seminaren. Sie schreiben mit, was der Lehrende vorträgt. Aber wie? Häufig beobachtet man bei Anfängern/innen, dass das Mitschreiben eher zufällig ist, hier mal eine Notiz und da mal. Zusammenhänge sind nicht erkennbar. Auch für den Mitschreiber nicht. Schon gar nicht nach einer Woche oder gar am Ende des Semesters. Und für die Vorbereitung des Examens taugt das Mitgeschriebene auch nicht. Üben Sie also von Anfang an eine eigene Methode des Mitschreibens ein, die es Ihnen ermöglicht, den Gegenstand der Vorlesung auch später noch nachzuvollziehen. Und arbeiten Sie die Vorlesungen und Seminare nach, lesen Sie ausgewählte Aufsätze und Fachbücher.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 15. August 2017 08:52